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Feuerwehr: Auszüge aus der Chronik Eine wichtige Aufgabe im Bezug auf Sicherheit hat 1975 wiederum die FFW erfüllt. Der Wehrleiter Riedel, Georg, der altershalber zurückgetreten ist, wurde in Anerkennung seiner langjährigen Verdienste in der FFW mit Urkunde durch FW Major Laukner, mit 100. - M Prämie und einem ansehnlichen Präsentkorb ausgezeichnet. Nachfolger als Wehrleiter wurde der Bürger Badstübner. Ein neues Löschfahrzeug, ein Barkas 1000 cc, nach neuzeitlichen Forderungen ausgestattet ( u.a. mit Druckluftatmern), wurde angeschafft. Eine vorbildliche Ordnung, im Gerätewesen wurde bei Überprüfung der Wehreinrichtungen durch die VP anerkannt. Bei dem Kreisausscheid der FFW in Zwickau konnte unsere Wehr, dabei die Frauengruppe und drei Gruppen “Junge Brandschutzhelfer",, gute Plätze belegen. Zu den weiterführenden Arbeiten im laufenden Jahr gehört ferner der Ausbau des neuen Feuerwehrdepots, das neben einer Verschönerung des Dorfbildes vor allem der Unterbringung eines größeren motorisierten Löschfahrzeugs dient. Gegenüber der ursprünglichen Konzeption wurde das neue Gebäude um einen Schulungsraum erweitert. Die Bauarbeiten wurden im wesentlichen von Kollegen der FFW geleistet. Die Rührigkeit der FFW ist hervorzuheben und anzuerkennen. Fünf Kollegen konnten für treue Dienste ausgezeichnet und mit Geldprämien von 200.- bzw. 100.-M belohnt werden. Diese Kollegen sind 25 und 10 Jahre in der FFW tätig. Kollege Badstübner wurde zum Brandmeister befördert. Dem Kollektiv der FFW wurde eine Geldprämie von 300.- M überreicht, nachdem die Leistungsstufe 1 mit Erfolg verteidigt worden ist. Brände sind im laufendem Jahr im Ort nicht aufgetreten, so dass die FFW im Ernstfall nicht auszurücken brauchte. Eine Kontrolle aller Feuerstellen in den Wohnhäusern wurde durchgeführt. Der aufmerksame Beobachter stellt fest, dass der Ausbau des Feuerwehrdepots zur Unterbringung des neu beschafften Feuerlöschfahrzeuges B 1000 und anderer Geräte weiter fortgeschritten ist. Das Dach ist wetterfest gemacht, Strom und Wasserversorgung sind hergestellt worden. Am weiteren Ausbau beteiligten sich in erster Linie die Kameraden der FFW. Zur gänzlichen Fertigstellung des Gerätehauses werden noch 10.000,- M benötigt, die im kommenden Jahr aufzubringen sind, damit das Depot zum 7.10.79, dem 30.jährigen Jahrestag der Gründung der DDR, fertiggestellt werden kann. Das neue Gerätehaus erhöht die Einsatzbereitschaft der Wehrkameraden. Der Bau des Feuerwehrdepots ist vor allem durch Einsatz der Kollegen der FFW gut vorangekommen, so dass am 7. 10. zum Geburtstag der DDR das neue Gebäude offiziell übergeben werden konnte. Der FFW wurde bei dieser Gelegenheit eine Anerkennungsprämie von 500.-M überreicht. Eine Aufgabe der FFW, die bereits im Vorjahr geplant war, ist dieses Jahr noch nicht realisiert worden: Die Errichtung eines Schlauchtrockenplatzes. Das Trocknen der Schläuche erfolgt nach wie vor am Giebel der Lorenz'schen Scheune. Als weiteres künftiges Vorhaben für die FFW bleibt noch offen die Fensterverriegelung am Feuerwehrdepot. Was Bürgerverdienste betrifft, so ist in der Chronik zu vermerken, dass am 6.10.82 anlässlich des 33. Jahrestages der Gründung der DDR die örtliche FFW ausgezeichnet worden ist. Sie bekam eine Prämie von 900. - M. Hiervon wurden an Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen 738. - M für Dienste in der FFW. Kurz zur Geschichte unserer Wehr: Eine der ersten FFW’s Deutschlands wurde im frühen 19. Jahrhundert in Meißen (Sachsen) gegründet. Vorerst hatten die Wehren eine politische Funktion, denn sie waren ein Ausdruck der Mündigkeit des aufstrebenden Bürgertums. Die ersten Wehren entwickelten sich aus Turn und Gesangsvereinen und man traf sich natürlich in einem Gasthof. Mit der Machtübernahme des Bürgertums setzten sie die eigentlichen Aufgaben der Feuerwehr "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr". Kameradschaft und Gemeinsinn waren schon jeher die Markenzeichen der freiwilligen Helfer. Auch auf dem Land gab es genug für die Brandbekämpfung zu tun. Die leichten Holzhäuser und Scheunen fingen schnell Feuer; in Wolfergsrün übernahm zunächst eine Pflichtfeuerwehr diese Aufgaben. Einige Brände vor der Gründung einer FFW: > 1900 Riedel Sägewerk, Wohnhaus > 1904 Chemische Fabrik, Spinnerei > 1906 Paul Wappler, Gasthof > 1912 Gottschalk Richard, Wagenschuppen, Heuboden und Stall > 1918 Günther Hammerlieb Brand einer Scheune > 1925 Dietel Erwin, Scheune und Schuppen > 30 er Jahre Schulbrand, Max Wohnhaus, Scheune und Stall > 30 er Jahre Herold Fritz, Wohnhaus > 30 er Jahre Gerisch Paul, Scheune und Schuppen Von einer Pflichtwehr 1934 ist bekannt: Spritzenmannschaft (42 Mann) Führer: Max Hallbauer und Erich Gütter Rettungsmannschaft (18 Mann) Führer: Kurt Günther und Georg Hain Wachmannschaft (18 Mann) Führer: Walter List und Emil Meyer Was benötigt eine solche Pflichtfeuerwehr als Uniform? Hierzu heißt es in einer Mitteilung des damaligen Kreisführers der Feuerwehr: 1 Rockbluse aus blauem Leinenstoff (15,00 RM) 1 Arbeitsmütze ( 2,25 RM) 1 Leibriemen ( 2,85 RM) Auch dazu gab es Zuschüsse aus der Brandkasse. Im April 1940 schrieb der damalige Bürgermeister Edwin Hirsch an den Landrat zu Zwickau, dass in Wolfergsrün noch keine freiwillige Feuerwehr gegründet sei und auch keine Absicht bestünde, in der kleinen Gemeinde eine solche zu gründen. In einem Brief vom 12. Januar 1942 des Landrates an den Bürgermeister wird erwähnt, dass der Kreisführer der FFW’s gemeldet hat, eine Aufnahmeprüfung am 14.11.1941 von der freiwilligen Feuerwehr Wolfergsrün abgenommen zu haben. Somit gilt 1941 als Gründungsjahr unserer Wehr. Während des 2. Weltkrieges wurde viel Wert auf die Wehrbereitschaft gelegt. Viele Bürger des Ortes wurden notdienstverpflichtet. Dazu gehörten auch Frauen. Seit März 1944 ist Wolfersgrün im Besitz einer tragbaren Motorspritze (TS), die sich in einem Anhängerwagen (TSA) befindet. Als erstes Zugfahrzeug diente der Lastwagen des damaligen Milchverteilers Fritz Herold. Die Wehrleiter unserer FFW waren nach Paul Gerisch: 1943-1945 Paul Döhler 1945-1947 Ernst Flechsig 1947-1952 Hans Weiß 1952-1975 Georg Riedel 1975-1992 Gert Badstübner 1992 Achim Kunzmann Alle diese Wehrleiter haben natürlich das Bild dieser Feuerwehr geprägt. Ein besonderes Unikum war sicherlich Georg Riedel, von dem man erzählt, dass er nach Alarmierung zum Kirchenbrand in Hirschfeld im Oktober 1959 zunächst mit dem Fahrrad zum Kreuzbühl Richtung Hirschfeld fuhr, um festzustellen, ob es wirklich brannte. Erst dann rief er seine Männer zusammen. Die Kirchenanhänger der ev.-luth. Kirche gehören in Wolfersgrün zur Kirchgemeinde Hirschfeld. Daselbst befindet sich die St. Michaeliskirche, eine der ältesten Kirchen unseres Kreisgebietes. Am 23.Oktober gegen 10.30 Uhr war in Wolfersgrün Großalarm der Feuerwehr, da die Kirche in Hirschfeld lichterloh brannte. Als unsere Freiwillige Feuerwehr drüben ankam, war schon die Berufsfeuerwehr von Zwickau, die Freiwillige Feuerwehr von Kirchberg und die Freiwillige Feuerwehr von Hirschfeld bei der Arbeit. Trotz aller Anstrengungen konnte die Kirche nicht mehr gerettet werden. Die Kirche brannte bis auf die Grundmauern nieder. Der Turm ist ebenfalls zusammengebrochen. Als Ursache wird Kurschluss in den elektrischen Leitungen angenommen. Zunächst hatten die Kameraden der Feuerwehr als Sitz ein kleines Spritzenhaus, dort war auch der Katzer sowie das Freibankschlachthaus angebaut. Unter der Leitung von Gerd Badstübner und dem damaligen Bürgermeister Johannes Hirsch wurden für die damalige Zeit gute Voraussetzungen mit dem Bau des neuen Gerätehauses geschaffen. Es gab eine geräumige Garage und einen größeren Versammlungsraum mit einer kleinen Küche. Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr von 1941 waren:
Die Feuerwehr erhält für treue Dienste der Kameradinnen und Kameraden 1.650. DM. Der Wehrleiter erhält 120,- DM, der Stellvertreter 90,- DM. Die Entschädigung für treue Dienste setzt sich wie folgt zusammen:
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Altes Feuerwehrdepot und Katzer |
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